Gastvortrag von Jane Eschment & Gesa Krebber am 17.01.2018: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation.

immermittwochs_logo_blau-300x150Saloon Arts Education
Mi, 17.01.2018 | 18 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie | Block B | Theaterraum
R 2.212 | Gronewaldstraße 2 | Köln

Schüler*innen sind mit ihren gelebten (Lern-)Erfahrungen Alltagsexpert*innen für Fragen von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Ihre Perspektiven sollten in Entwicklungsprozessen besonders Beachtung finden: Es gibt wohl keine bessere Evaluation von Lernsituationen in Schulen als die Erfahrungen der lernenden Personen selbst.

Konkret bedeutet dies für die Schule Schüler*innenpartizipation in Unterrichts- und Schulentwicklungsprozessen zu stärken. Die rechtliche Grundlage ist im Artikel 12 der Kinderrechtskonvention verankert: Partizipation betrifft alle Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen und muss dementsprechend auch im Bildungskontext verwirklicht werden. Die Forderung nach Beteiligung stellt uns vor Herausforderungen. Aus kunstpädagogischer Perspektive stellt sich für den Kunstunterricht die Frage, wie Partizipation hier auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt und gestaltet werden kann.

Welche Räume und Strukturen können in der Kollaboration zwischen Universität und Schule geschaffen werden, sodass Schüler*innen ihre Expertise in die Entwicklung von innovativen Ideen für Kunstunterricht einbringen können? Mit dem Saloonformat DIY #kunstunterricht bieten Jane Eschment und Gesa Krebber einen interaktiven Vortrag zur Einführung in das Themenfeld von Partizipation, Kunstunterricht und Schulentwicklung.

Jane Eschment lehrt am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln im Lernbereich Ästhetische Erziehung und in der Kunstdidaktik. Sie studierte Sonderpädagogik, Kunst und Deutsch in Köln und arbeitete parallel als Pädagogin in Projekten queerfeministischer Mädchen*arbeit. Von 2013 bis 2015 war sie an einer Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale Soziale Entwicklung tätig. Derzeit macht sie in eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Theaterpädagogin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen an institutionellen, disziplinären und räumlichen Schnittstellen der Ästhetischen Bildung: in einer performativen Praxis, zwischen Theater und Schule,  zwischen institutionellen und öffentlichen Räumen, im Feld inklusiver Schulentwicklung und Vernetzung. In ihrer Lehre bietet sie Praxisseminare in den Bereichen Theater, Performance und Intervention im Kontext aktueller Medienkultur an. Darüber hinaus betreut sie die Praxissemesterstudierenden im Lernbereich Ästhetische Erziehung und begleitet die Entwicklung von Studienprojekten. Ihr Schwerpunkt liegt hier auf einer qualitativen Forschungsperspektive, auf Ansätzen von Aktionsforschung, Ästhetischer Forschung und Künstlerischer Intervention.

Gesa Krebber lehrt am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln im Bereich der Kunstdidaktik. Sie studierte Kunstpädagogik/Visuelle Kommunikation und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien an der Kunsthochschule Kassel und der Universität Kassel. Ihr Studium der Freien Kunst absolvierte sie an der Kunsthochschule Kassel in den Klassen von Urs Lüthi und Dorothee von Windheim. Bereits im Studium sammelte sie Erfahrungen in künstlerischer Zusammenarbeit und kuratorischen Tätigkeiten, z.B. mit dem büro für strukturen und öffentlichkeit und dem Projekt- und Ausstellungsraum stellwerk im Kulturbahnhof Kassel. Innerhalb ihres Referendariats verwirklichte sie das Projekt schweitzer box am Albert-Schweitzer-Gymnasium Leonberg (BaWü), ein Kollaborationsprojekt mit Schüler_innen, Künstler_innen und regionalen Kunstinstitutionen. Als Lehrerin für Kunst und Deutsch war sie ab 2007 in Nordrhein-Westfalen tätig, u.a. an der Königin-Luise-Schule in Köln. Sie promoviert am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln zu Kollaboration in der Kunst und Perspektiven der künstlerischen Kollaboration für die Kunstpädagogik. 2011 erhielt sie für ihr Promotionsvorhaben das Stipendium der Kölner Graduiertenschule Fachdidaktik. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf Strategien aktueller Kollaboration in Kunst und Kunstpädagogik. Maßgeblich ist sie in der Betreuung der Praxissemesterstudierenden im Fach Kunst tätig und berät diese im Hinblick auf deren Forschungsvorhaben im Kunstunterricht. Hier liegen ihre Schwerpunkte auf qualitativen Forschungsstrategien, vorwiegend der Ästhetischen Forschung, der Künstlerischen Intervention, der Aktionsforschung sowie der Situationsanalyse.

 

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